Bericht
Göttinger Tageblatt
15.12.2010
Routinier Dieter Römgens hatte eine ausgeglichene Stellung
gegen die erst zehnjährige Fiona Sieber aus Göttingen erreicht. Doch das
Göttinger Supertalent zeigte für ihr Alter eine erstaunlich gute
Endspielstrategie und konnte noch das Ruder herumreißen und gewinnen. Rainer
Lüder hatte am untersten Brett eine ganze Figur gegen zwei Bauern geopfert.
Dieses Manöver führte zu einer hochinteressanten Stellung und beide Rivalen
hatten Siegchancen. Der Göttinger Spieler erwies sich dabei als cleverer und
brachte Rainer im Laufe des Spiels immer mehr in die Defensive und nach dem
Verlust einer weiteren Figur gab der Duderstädter die jetzt hoffnungslose
Partie auf.
Auch Christian Wiegand konnte an Brett zwei dem Dauerdruck seines Kontrahenten nicht mehr standhalten und nach dem Verlust seiner Dame gab er kurz danach auf. Nun spielten nur noch die beiden Schwestern Cornelia und Susanne Elborg. Einmal mehr erwies sich Cornelia als große Kämpferin. Sie war schon mit einem ganzen Springer in Rückstand geraten, konnte diese Figur nach einem Fehler ihres Gegners zurückgewinnen. Am Ende einigte man sich auf ein Unentschieden.
Obwohl der Mannschaftskampf längst entschieden war, kämpften Susanne Elborg und ihr Rivale in einer recht ausgeglichenen Stellung unverdrossen um den letzten noch zu vergebenen Punkt. Erst kurz vor der zweiten Zeitkontrolle nach einer Spielzeit von fast sechs Stunden unterlief Susanne im Endspiel eine kleine Ungenauigkeit, welche zum Verlust der Partie führte.
eb